Theaterpädagogik Bremen - Karin Tischer
       














  Theaterpädagogik mit SchülerInnen


Wirkung/ Ziele

Theaterspielen ist ein wunderbares Medium um die Lebenskompetenz junger Menschen in der Gesellschaft zu verbessern.

Kinder und Jugendliche fördern beim Theaterspielen auf kreative und spielerische Art und Weise folgende Fähigkeiten:
  • Selbstbewusstsein und Vertrauen in die eigene Kompetenz
  • adäquate Selbsteinschätzung: Erkennen eigener Fähigkeiten und Grenzen
  • gesunder Kontakt zum eigenen Körper, motorische Fähigkeiten und Rhythmusgefühl (durch Körperarbeit, Koordinations- und Geschicklichkeitsübungen, Wahrnehmungs- und Rhythmusübungen)
  • Fantasie- und Ausdruckskraft
  • Geduld/Ausdauer
  • Frustrationstoleranz
  • sprachliche und kognitive Fähigkeiten
  • Eigeninitiative
  • Interesse und Einsatzbereitschaft für eine bestimmte Sache: Die dem Schauspiel eigene Dynamik einer Aufführung oder Präsentation macht eine Steigerung des Engagements eines jeden Teilnehmers notwendig.
  • Spontaneität (durch Improvisationsübungen)
  • soziales Miteinander, Verantwortungsbewusstsein für sich und andere, gegenseitige Rücksichtnahme (durch das Einhalten der Theaterregeln und die Notwendigkeit von Kommunikation und Teamgeist): Über das im normalen Alltag gewohnte Maß hinaus lernen alle Beteiligten, sich auf andere Personen und deren Fähigkeiten und Schwächen einzustellen und mit ihnen zusammenzuarbeiten.
Theaterspielen fördert Fähigkeiten, die eine gesunde, stabile Persönlichkeit kennzeichnen, wie z.B. „Ich-Kompetenz“ und „soziale Kompetenz“. Sie stellen wichtige Voraussetzungen dar, um den Anforderungen des späteren Lebens und des Berufslebens, gewachsen zu sein.


Methoden

Ich entwickle - vorzugsweise gemeinsam mit den TeilnehmerInnen - Szenen und Stücke mithilfe unterschiedlicher Improvisationstechniken. Gemeinsam wird eine eigene Geschichte ausgedacht und diese dann Schritt für Schritt erspielt. Dabei sind die Ideen der TeilnehmerInnen zu den einzelnen Figuren/Rollen und zur Gesamtgestaltung des Stückes in hohem Maße gefragt. Die Arbeit am Stück wird je nach Bedarf durch folgende Trainingseinheiten ergänzt:
  • schauspielerische Grundlagen
  • Improvisationstheater
  • Entwicklung der Figur
  • Bühnenpräsenz.
Im Theaterspiel können alle möglichen Themen bearbeitet werden, z. B.
  • Zukunft
  • Freundschaft
  • Familie
  • interkulturelle Chancen und Probleme
  • gesellschaftlich aktuelle und brisante Themen, wie Sucht und Gewalt.

Sucht- und Gewaltprävention mit Theater

Theaterspielen hat eine sucht- und gewaltpräventive Wirkung, denn es fördert eine positive Entwicklung der Persönlichkeit.
Junge Menschen, die über eine gesunde, stabile Persönlichkeit verfügen, erliegen kaum der Versuchung Drogen zu konsumieren oder Konflikte gewalttätig zu lösen.

Theaterspielen bietet jedoch auch die Möglichkeit, die Themen „Sucht- und Gewaltprävention“ direkt zu bearbeiten.
Ziel ist es, Kinder und Jugendliche mithilfe der Theaterarbeit für diese Themen zu sensibilisieren, und ihnen mögliche Ursachen und alternative Handlungsmöglichkeiten zu Sucht und Gewalt zu vermitteln.

Das „Tu-was“-Projekt
Seit 2001 bin ich beteiligt an einer Aktion für Schulklassen der 5. bis 8. Jahrgangsstufen von Förder-, Haupt- und Realschulen zum Thema Gewaltprävention/ Zivilcourage „Tu was“ (Initiative gegen Gewalt und für Zivilcourage in Rotenburg (Wümme)) (www.aktion-tu-was.de). 2005 wurde das Projekt mit dem Thema Suchtprävention („Geht doch ohne“) erweitert. Dieses Projekt wird vom Diakonischen Werk Rotenburg und der Polizei Rotenburg unter Mitwirkung des Präventionsrates Rotenburg organisiert und von vielen verschiedenen Sponsoren finanziert. Die Veranstaltungen werden von PolizeibeamtInnen und TheaterpädagogInnen durchgeführt. Sie fanden in ähnlicher Form auch in Lilienthal mit dem Thema Gewaltprävention statt.

Beispielhafter Ablauf eines Gewaltpräventionsprojektes:
  • theoretische Auseinandersetzung der SchülerInnen mit dem Thema unter Anleitung der PolizeibeamtInnen (1,5 Stunden)
  • praktisch-kreative Auseinandersetzung mit dem Thema unter Anleitung der TheaterpädagogInnen: Entwicklung von Spielszenen/ Minidramen und Kurzstücken zum Thema Gewalt (2 - 12 Stunden)
  • Aufführung der erarbeiteten Szenen unter Anwesenheit der PolizeibeamtInnen und LehrerInnen (15 – 45 Minuten)
  • Feedback-Runde (15 – 45 Minuten)
 
   
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